Zweisamkeit - Sexkiller Mann

Lieber Mann, was erwartest du von deiner Frau?

Du möchtest, dass sie sich sexy anzieht. Dass sie dich verführt. Dass sie Lust auf dich hat.

Aber hast du dir schon einmal überlegt, wie du auf sie wirkst?

Vielleicht liegt das Problem gar nicht an ihrer fehlenden Lust. Vielleicht bist du einfach nicht mehr besonders verführerisch unterwegs. 😉

Und bevor jetzt jemand beleidigt ist: Natürlich gilt das auch umgekehrt!

Ein toller Mann im perfekten Outfit – und darunter? Oh Schreck! Die guten alten Liebestöter gibt es tatsächlich noch. Und sie sind weiter verbreitet, als man denkt.

Dabei geht es nicht nur darum, was deine Frau sieht. Es geht auch darum, was du dir selbst wert bist. Du pflegst dein Auto, achtest auf jedes Detail – aber dein drittes Bein bekommt nur Aufmerksamkeit, wenn es um eine Frau geht?

Vielleicht solltest du dir einmal überlegen, worin sich dein bestes Stück wohlfühlt. Gute Unterwäsche ist nicht nur für den Partner da. Sie ist auch eine Frage der eigenen Wertschätzung.

Fremdgehen – ist wirklich immer die Frau schuld?

Wenn ein Mann fremdgeht, ist die Erklärung manchmal schnell gefunden: Die Frau hat sich verändert, schenkt ihm zu wenig Aufmerksamkeit oder hat keine Lust mehr auf Nähe.

Aber ist das wirklich die ganze Geschichte?

Ein Seitensprung kann einen kurzen Rausch auslösen. Das Gefühl, wieder begehrt zu werden. Die Aufregung des Neuen. Ein bisschen Abenteuer.

Und danach? Der Rausch ist vorbei. Die eigenen Themen sind noch da. Und zu Hause wartet dieselbe Beziehung.

Natürlich kann eine Partnerschaft schwierig werden. Beide tragen Verantwortung für ihren Anteil. Aber die Entscheidung, fremdzugehen, trifft jeder selbst.

Vielleicht wäre es ehrlicher, sich zuerst zu fragen:

Was fehlt mir wirklich? Was suche ich bei einer anderen Frau? Und was bin ich selbst noch bereit, in meine Beziehung einzubringen?

Wenn deine Frau aufhört, um deine Aufmerksamkeit zu kämpfen

Vielleicht möchte sie gar keinen Pelzmantel, keinen teuren Schmuck und auch nicht ständig beschenkt werden.

Vielleicht möchte sie einfach, dass du sie wieder anschaust.

Dass du zuhörst, wenn sie dir etwas erzählt. Dass du dich für ihren Tag interessierst. Dass du sie spontan in den Arm nimmst. Und dass du nicht nur neben ihr sitzt, sondern wirklich bei ihr bist.

Ein liebevoller Blick. Eine kleine Geste. Gemeinsame Zeit.

Das klingt nicht nach viel. Und doch geht genau das im Alltag oft verloren.

Du bist vielleicht im Geschäft ein Meister darin, Beziehungen zu pflegen, Kunden zu gewinnen und Mitarbeiter zu motivieren. Aber wann hast du dich zuletzt bewusst um die Beziehung zu deiner Frau gekümmert?

Eine Beziehung ist kein Unternehmen. Zärtlichkeit lässt sich nicht delegieren. 😉

Sex beginnt nicht erst im Schlafzimmer

Guter Sex hat oft schon viel früher begonnen: mit einem Blick, einer Berührung, einem Kompliment oder einer liebevollen Geste.

Wann hast du deine Frau das letzte Mal einfach geküsst, ohne dass daraus gleich mehr werden musste? Wann hast du ihr gezeigt, dass du sie attraktiv findest?

Sexualität verändert sich im Laufe einer Beziehung. Manchmal möchte einer mehr Nähe, während der andere Abstand braucht. Stress, Alltag und unausgesprochene Enttäuschungen können sich auch im Schlafzimmer bemerkbar machen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Liebe verschwunden ist.

Aber Schweigen macht es selten besser. Vorwürfe auch nicht.

Redet miteinander. Über Lust, Wünsche, Zärtlichkeit und auch über das, was euch fehlt. Ohne Druck und ohne den anderen für seine Bedürfnisse abzuwerten.

Sex ist kein Pflichtprogramm. Er kann Ausdruck von Nähe sein – wenn beide sich gesehen, respektiert und begehrt fühlen.

Der Mann und sein Spiegel

Vielleicht hast du vieles von deinem Vater übernommen. Vielleicht wurde in deiner Familie wenig Zuneigung gezeigt. Vielleicht hat niemand gelernt, über Gefühle zu sprechen.

Was man als Kind erlebt, hält man später leicht für normal.

Aber nur weil du es von deinem Vater so gelernt hast, musst du es nicht genauso weiterleben.

Du musst nicht die Beziehung deiner Eltern weiterführen. Du darfst deine eigene gestalten.

Du kannst entscheiden, was du anders machen möchtest. Nicht, weil du an allem schuld bist, sondern weil du selbst Einfluss darauf hast, wie du deine Beziehung lebst.

Kennst du die Träume deiner Frau?

Ich meine nicht, welchen Schmuck sie schön findet oder was sie sich zum Geburtstag wünscht.

Ich meine ihre wirklichen Träume.

Weisst du, was sie noch erleben möchte? Welche Orte sie sehen will? Was sie schon immer einmal ausprobieren wollte?

Vielleicht hast du jahrelang daran gearbeitet, dir ein schönes Leben aufzubauen: ein Zuhause, beruflichen Erfolg, Sicherheit und Wohlstand.

Aber hast du auch daran gedacht, dieses Leben gemeinsam mit deiner Frau zu leben?

Zweisamkeit ist kein Selbstläufer

Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Niemand ist ein perfekter Partner.

Aber eine Beziehung braucht zwei Menschen, die neugierig aufeinander bleiben und sich immer wieder füreinander entscheiden.

Vielleicht ist es Zeit für ein ehrliches Gespräch. Nicht darüber, wer schuld ist. Sondern darüber, was ihr beide noch miteinander erleben möchtet.

Und vielleicht darfst du dabei auch einmal über dich selbst lachen. Das schadet einem Mann bekanntlich nicht. 😉

Nebeneinander wohnen kann man viele Jahre. Zusammen leben ist eine bewusste Entscheidung.